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BuchtitelGenauso wichtig wie der InhaltWussten Sie, dass ein Buch zuerst gekauft und dann gelesen wird? Eigentlich eine Binsenweisheit. Doch bei näherer Betrachtung erkennt man das Dilemma: Um festzustellen, ob ein Buch sein Geld wert ist, werden meist Kriterien zu Rate gezogen, die nur wenig mit dem Inhalt zu tun haben (können): Aufmachung, Bekanntheitsgrad des Autors und vor allem der Titel. Interessanterweise werden viele Publikationen von Buchhändlern nur auf Grund des Titels geordert. Daher kann das beste Werk zum Flop werden, wenn das Interesse nicht genügend geweckt wird. Aufmerksamkeit um jeden Preis? Natürlich sollte auch "drin sein, was drauf steht". Reißerische Ankündigungen, die nicht halten, was sie versprechen, sind ebenso kontraproduktiv wie eine sachliche Inhaltsangabe, die weit entfernt davon ist, Lust aufs Lesen zu machen. Ähnlich ist es auch mit den Umschlag- und Klappentexten. Nur in den seltensten Fällen ist der Autor des Buches unbefangen genug, dafür selbst zur Feder zu greifen, ohne sich schwer zu tun - stilistisch wie auch inhaltlich. Schließlich gilt es, einerseits die Neugier des Lesers zu befriedigen und dabei gleichzeitig sein Interesse zu wecken. Außerdem ist da noch die Sache mit dem Eigenlob... Schließlich wäre es schade, wenn monatelange Arbeit nicht mit dem verdienten Erfolg gekrönt werden kann, nur weil falsche Sparsamkeit oder missverstandene Berufsehre eine breite Akzeptanz bei den Lesern verhindert. Und warum sollte man nicht auch ein Mal schreiben lassen...?
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